Chalumeau Verbesserung

13.06.2013

Versetzt man eine Luftsäule in Schwingung, entstehen an bestimmten Positionen Schwingungsknotenpunkte. Diese Knotenpunkte haben natürlich einen wesentlichen Einfluss auf Klang und Intonation eines Blasinstrumentes. Verändert man den Durchmesser der Innenbohrung, also die Dicke der Luftsäule, verschieben sich diese Schwingungsknotenpunkte naturgemäß an eine andere Stelle. Bei der Klarinette hat diese Verschiebung einen erheblichen Einfluss auf das „Überblasen“ in die Duodezime. Die Chalumeau Verbesserung ist also nichts anderes, als die Kunst an den richtigen Positionen die Innenbohrung so zu modifizieren, dass die Intonation der Duodezime entweder tiefer oder höher wird. Dank seiner Experimentierfreudigkeit gab mir Prof. Wolfgang Klinser vor ca. 3 Jahren den Gedankenanstoß für diese Chalumeau Verbesserung. Eigens angefertigtes Spezialwerkzeug, kombiniert mit viel Experimentierfreude ermöglichte es, die Innenbohrung an bestimmten Schwingungsknotenpunkten so zu bearbeiten, dass sich die Intonationsnachteile unserer sehr weiten Wiener Bohrung auf ein absolutes Minimum reduzieren ließen. Wie der Name schon sagt, wurde mit dieser Innovation insbesondere die Intonation des Chalumeau Registers (kleines g bis d`) verbessert. Positiv wirkt sich diese Verbesserung auch auf die Töne cis`` bis e``` aus.

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